»Rheinkiesel-Schmuck«

Hier präsentiert SoFreiDesign ihre kunsthandwerklichen Tätigkeiten: Ringe, Ohrringe, Ohrclipse, Manschetten und Kettenanhänger aus Rheinkieseln. Scrollen Sie nach unten und erfahren Sie mehr über eine steinreiche Geschichte nicht nur zwischen Ingelheim und Bingen!

  Polaroid
 
»Neue Rheinkiesel-Ringe/-Ohhringe 2016«
 
SoFreiDesign präsentiert nach erfolgreicher Rheinkieselsuche in der Kollektion 2016 das Sortiment: »Rheinkiesel-Ringe« soweit das Auge reicht. Die »Rheinkiesel-Ohrringe« haben ihre natürliche Form – so, wie der Rhein sie rundete beibehalten.
 
neue Produktion
 
Rheinkiesel-Ohrringe
 
 
»Schmuck-Variationen 2015«
 
»Rheinkiesel-Ringe«, Ohrringe mit natürlichen Steinlöchern sowie 3er-Sets mit passend gesuchtem Halskettenamulett.
 
neue Produktion
 
»Rheinkiesel 2014«
 
In der Kollektion 2014 präsentiert SoFreiDesign das erweiterte Sortiment mit »Geröll-Manschetten« sowie »Rheinkiesel-Ohrlipsen« – formgebend durch den Rhein, passend in Form und Farbe ausgesucht.
 
Rheinkiesel
 
»Rheinkiesel-Ohrringe 2013«
 
Ein neues Projekt für Ohrringe-Liebhaber! Mit viel Liebe zum Detail ausgesuchte Rheinkiesel-Paare! Zum Teil mit zwei weiteren kleinen und gleichen Steinen oder Muscheln verziert.
 
Verkauf: Die »Rheinkiesel-Ohrringe« sind erhältich auf den, unter der Rubrik Kontakt angegebenen Künstlermärkten und Buchmessen sowie bei SchönesWerk in Gau-Algesheim. Im Einzelhandel gilt die unverbindliche Preisempfehlung ab 18,50 Eur pro Paar.
 
Rheinkiesel-Ohrringe
 
»Steinarten im Rhein«
 
Jahrhunderte alte Rheinkiesel aus den Erdzeiten Kreide, Jura, Trias, Perm, Karbon und Devon – hervorgebracht durch die Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges bei Bingen, bzw. des Mainzer Beckens bei Ingelheim werden zu Rheinkiesel-Schmuck verarbeitet. In meiner Heimat stranden die bis zu 420 Mio. Jahre alten Rheinkiesel. Die Steinarten sind z.B.: Lydith, Quarz, Quarzsandstein, Eisenkiesel, Kalkstein, Buntsandstein, Feuerstein, Konglomerat – zum Teil mit Fossilkalk und der passenden R(h)ein-Energie. Nach nahezu drei Jahren Steinesammeln zwischen Ingelheim und Bingen finde ich in regelmäßigen Abständen folgende 11 Gesteine, die der Rhein in sich birgt:
 
Muschelkalk (Fossilienkalkstein)
 
Liefergebiet: Mainzer Becken, Rheinisches Schiefergebirge.
Alter: Trias (200 bis 251 Mio. Jahre).
Farbe: beige bis grau.
Besonderheiten: Bildung durch tierische oder pflanzliche Lebewesen aus dem Meerwasser. Hohlräume werden durch Kalkablagerungen aufgefüllt. Die Schalenfragmente des Muschelkalks stammen hauptsächlich von Muscheln, Schnecken, Seelilien und Kopffüßer.
  Muschelkalk
 
Rote Buntsandsteine (Sedimentgestein)
 
Liefergebiet: Mosel, Lahngebiet, Mainfranken, Schwarzwald, Vogesen, Neckar.
Alter: Trias (201 bis 251 Mio. Jahre).
Farbe: altrosa.
Besonderheiten: Terrestrische Ablagerungen aus trockenem, heißen Wüstenklima, erkennbare Sandkörner. Der rötliche Farbton ist durch das Eisenmineral Hämatit zustande gekommen.
  Rote Buntsandsteine
 
Braune Buntsandsteine (Sedimentgestein)
 
Liefergebiet: Mosel, Lahngebiet, Mainfranken, Schwarzwald, Vogesen, Neckar.
Alter: Trias (201 bis 251 Mio. Jahre).
Farbe: braun, dunkelbraun.
Besonderheiten: Die dunkle Farbigkeit ist nur oberflächlich auf dem Sandstein vorhanden, bspw. durch Verbrennung fossiler Brennstoffe, u.a. Kohle oder Erdöl. Aber auch Pyrit oder Goethit oxidieren und färben den Sandstein rotbraun, dunkelbraun bis schwarz sowie bitumenhaltige Verbindungen im Gestein für eine Dunkelfäbung verantwortlich sein können.
  Braune Buntsandsteine
 
Quarzsandsteine (Sedimentgestein, immer mit Quarzadern)
 
Liefergebiet: Rheinisches Schiefergebirge, Eifel, Taunus, Hunsrück, Siegerland.
Alter: Devon (380 Millionen Jahre alt).
Farbe: beige, grau.
Besonderheiten: Durch tektonische Vorgänge, wie bspw. die Anhebung und Verfaltung von Gebirgszügen wurden die dortigen Gesteine zerbrochen. In diese Klüfte drangen aus dem Erdinnern heiße Wässer magmatischen Ursprungs ein, die gelöste Mineralien enthielten, u.a. Quarz. Kühlten die Lösungen ab, fiel der Quarz aus und füllte die Klüfte.
  Quarzsandsteine
 
Quarz (Kieselsäure SiO2 – Fachjargon: Rheinkiesel)
 
Liefergebiet: Rheinisches Schiefergebirge.
Alter: Silur/Devon (420 Mio. Jahre), Karbon (320 Mio. Jahre).
Farbe: weißlich, gelb, dunkelgelb, bläulich, rosa.
Besonderheiten: Quarze gehören zu den häufigsten Funden in den Ablagerungen des Rheins. Quarz ist ein Mineral und Quarzit ein Gestein. Quarzit besteht in der Hauptsache aus dem Mineral Quarz.
  Quarze
 
Lydit/Kieselschiefer (Kieselsäure SiO2 und fossile Algen)
 
Liefergebiet: Frankenwald (Silur + Devon), Lahngebiet (Karbon).
Alter: Silur/Devon (420 Mio. Jahre), Karbon (320 Mio. Jahre).
Farbe: schwarz, mit und ohne Quarzadern.
Besonderheiten: Der Lydith besteht zum größten Teil aus Kieselsäure, wir sein Bruder Quarz. Beim Lydit sind mikroskopisch kleine Skelette von Riolarien (Kieselalgen) enthalten, deshalb ist der Stein schwarz.
  Lydit
 
Brauner Feuerstein/Hornstein (Kieselsäure SiO2)
 
Liefergebiet: entlang der Feuersteinlinie, nähe Mittelgebirgslinie (Nordsee, Teutoburger Wald, Harz, Erzgebirge; auch Bayern, Helgoland).
Alter: Jura, Obere Kreidezeit (145 Mio. Jahre).
Farbe: braun, grau.
Besonderheiten: Feuerstein ist ein Sedimentgestein, liegt aber nicht in Schichten, sondern in Knollen vor, die in einer weißen Silicium-Dioxid-Masse eingebettet sind. Feuerstein entstand, als gelöste Kieselsäure sich zu harten Knollen verdichtete.
  Eisenkiesel
 
Eisenkiesel (Sedimentgestein)
 
Liefergebiet: Kellerwald, Rheinisches Schiefergebirge, Harz.
Alter: Devon/Karbon (390 Mio. Jahre).
Farbe: rot, weinrot, mit und ohne Quarzeinschlüssen.
Besonderheiten: Durch den Einschluß von Eisenoxiden rotgefärbt.
  Eisenkiesel
 
Kalksteine (Sedimentgestein mit Fossilkalk)
 
Liefergebiet: Fränkische/Schwäbische Alb, Harz, Rheinisches Schiefergebirge.
Alter: Trias (200 bis 251 Mio. Jahre).
Farbe: beige, dunkelbraun, grau, dunkelgrau.
Besonderheiten: Kalkstein entsteht, wenn Schalenreste von abgestorbenen Meerestieren auf den Meeresboden sinken und sich dort im Laufe der Zeit festigen.
  Kalkstein
 
Serpentinit-Gneise (Metamorphe Gesteine)
 
Liefergebiet: Schweiz, Schwarzwald, Einzugsgebiet des Inn.
Alter: Devon (370 Mio. Jahre).
Farbe: grün, graugrün, grünschwarz.
Besonderheiten: Im Zuge von Gebirgsbildungsprozessen werden sedimäre oder magmatische Gesteine hohen Temperaturen ausgesetzt. So entstehen metamorphe Gesteine wie bspw. Schiefer, Gneis, Marmor, Quarzit, Serpentinit, Glimmerschiefer oder Dolomit. Eine weitere Steigung von Temperatur und Druck kann das Gestein schmelzen und der Zyklus beginnt erneut.
  Serpentinit-Gneise
 
Grauwacken (Sedimentgestein)
 
Liefergebiet: Harz, Rheinisches Schiefergebirge.
Alter: Devon/Karbon (360 Mio. Jahre).
Farbe: hellgrau, dunkelgrau.
Besonderheiten: Bildung ozeanischen Becken nähe des Festlandes – ein Zusammenschluss aus untermeerischen Lawinen, die aus Geröllen, Schottern, Sand und Ton bestanden; Grundsubstanz zumeist Kalkstein.
  Grauwacken
 
 
»Das Stein-Atelier«
 
Im Stein-Atelier finden die Steinpaaare zusammen. Die Rheinkiesel werden nach Steinart, Form und Farbe sortiert – stets im nassen Zustand, damit die Farbigkeit richtig zur Geltung kommt. Anschließend werden die Steinpaare lackiert und je nach Bedarf zu Ohrringen, Clipsen oder Manschetten verarbeitet. Besondere Einzelstücke werden als Fingerring oder Kettenanhänger bzw. Einzelohrring in Szene gesetzt.
 
Rheinkiesel-Arbeitsplatz
 
»Eine steinreiche Geschichte«
 
Haben Sie sich das Rheinufer zwischen Bingen und Ingelheim schon einmal genauer betrachtet? An manchen Stränden ist es ganz schön bunt, denn sie sind übersät mit verschiedenen Steinen. Es lohnt sich, einmal genauer hinzuschauen und somit in die spannende Erdgeschichte einzutauchen.
 
Sammelorte am Rhein
 
Fundorte
 
Ein Stein-Intro – Die Rheinkiesel könnten nicht jünger sein!
 
Das Universum entstand vor 13,7 Mrd. Jahren mit dem Urknall. Im Hadaikum (4,6 bis 4,0 Mrd. Jahre vor heute) bildeten sich Erde und Sonne aus derselben Gaswolke. Die Erde kollidierte mit einem Himmelskörper und das ins Weltall geschleuderte Material ward der Mond – eine wissenschaftlich vermutete Szene. Die nachfolgenden Erdzeiten gliedern Ökosysteme aufgrund ihrer Fossilien und Terrassen, die z.B. bei katastrophalen Umwälzungen, Sintfluten und dem Kalt-Warm-Wechsel entstanden. Jedes zyklische Ereignis könnte anhand jedes einzelnen Rheinkiesels nahe gelegt werden und das macht die Faszination Rheinkiesel für mich aus! Zu wissen, dass die Steine eine sehr lange Reise hinter sich haben – und, je runder sie sind, desto länger waren sie im Laufe der Erdgeschichte im Wasser unterwegs, wecken in mir sozusagen den wissenschaftlichen Aspekt meiner kunsthandwerklichen Tätigkeit, denn in ihrer Zusammensetzung kann die Zeit gelesen werden, aus der sie stammen.
 
Gebirge und Felsen verwittern im Laufe der Zeit zu kleinen Stücken. Bäche spülen sie in kleine Flüsse und die Flüsse transportieren sie weiter zu größeren Strömen, wie bspw. dem Rhein, Main und der Donau. Auch verändern Flüsse ihren Weg über einen langen Zeitraum gesehen: Der Ur-Rhein suchte sich seinen Lauf durch das Mainzer Becken und fand im Quartärs (2,6 Mio. Jahre vor heute bis heute) vor ca. 12.000 Jahren den Lauf, wie wir ihn heute kennen. Der Ur-Rhein, der vor etwa 10 Mio. Jahren noch nicht bei Bingen auf das Rheinische Schiefergebirge traf, verlief überhalb Ockenheim. Hier werden auch Achate gefunden, die auf den Strom mitten auf dem Laurenziberg (ca. 3km südwestlich von Gau-Algesheim) zurückzuführen sind. Weiterer Kieselschotter besteht überwiegend aus Milchquarz, Quarzit, Hornstein, Sandstein, Porphyr und Lydit (Kieselschiefer).
 
Als sich der Ur-Rhein im Laufe nicht, wie es gewöhnlich Flüsse zu tun vermögen, den einfacheren Weg um das Gebirge herum suchte, grub er sich durch das Gesteinsmassiv hindurch und damit – durch die gleichzeitige tektonische Erhebung des Rheinischen Schiefergebirges und der Absenkung durch den Rhein – kamen aus den Tiefen die Gesteine aus dem Erdaltertum, bspw. Devon, Karbon, Perm hervor und strandeten hier zwischen Ingelheim und Bingen. Auch finden wir viele Steine am Rhein, die einem anderen Liefergebiet entsprechen und Flüsse transportieren Steine aus den Tiefen der Erdgeschichte, wie auch aus dem Trias oder Jura auf Unterwasserwegen hier her.
 
Auf seinen 1233 Kilometern Länge streift der Rhein sechs Staaten: die Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich und die Niederlande. Sein Einzugsgebiet umfasst etwa 252.000 Quadratkilometer. Angezapft hat der Rhein im Laufe der letzten Millionen von Jahren verschiedene Gebiete wie das Siebengebirge, die Eifel, das Nahegebiet, den Odenwald und den Schwarzwald mit deren reichen Mineral- und Gesteinsvorkommen. Der Rhein wird mitunter vom Main mit seinen Quellflüssen im Fichtelgebirge (Weißer Main) und in der Fränkischen Alb (Roter Main) gespeist. In Kulmbach vereinigen sich die beiden Quellflüsse zum eigentlichen Main. Dazu kommt Geröll aus der Donau über den Rhein-Main-Donau-Kanal. Weitere Zuflüsse des Ober- und Mittelrheins sind z.B. die Ill, Selz, Nahe, der Neckar, die Lahn und die Mosel. Die verschiedenen Gerölle haben es sogar teilweise aus den Alpen bis ins Rheinland geschafft, wobei die meisten Alpkiesel im großen Sammelbecken Bodensee verweilen. Erst wenn der Bodensee vollkommen mit Kieseln zugerollt ist, könnten die Gesteine aus den Alpen weiter transportiert werden, aber dies wird noch einen sehr langen Zeitraum dauern. Deshalb finden wir hier am Rheinufer Gesteine, seltener Mineralien, die der Rhein hinter dem Bodensee sammelt und mitführt. Bspw. Granite, die er aus dem Schwarzwald mitbringt; Sandsteine und Quarzite aus dem Hunsrück, Taunus und Eifel. Lydite kommen auch aus dem Frankenwald, die der Main mit sich führt. Der Neckar liefert rote Sandsteine. Auch schöne Achate finden wir manchmal direkt am Rheinufer. Weitere Seltenheiten aus dem Flussbett des Rheins sind Flint-Werkzeuge, die unsere Vorfahren verwendet haben. Auch verläuft in der Nähe der Mittelgebirgslinie (Nordsee, Teutoburger Wald, Harz, Erzgebirge; auch Bayern, Helgoland) die Feuersteinlinie, deren Wege der Rhein kreuzt.
 
An der Talpforte von Bingen endet der Oberrhein am Mainzer Sand und der Abschnitt Mittelrhein beginnt; der Rhein fließt von nun ab bis Bonn durch das Rheinische Schiefergebirge, dessen Tal er mit gestaltete. Im Allgemeinen zählen die Gesteine der deutschen Mittelgebirge (Rheinisches Schiefergebirge, Hunsrück, Odenwald, Frankenwald, Fichtelgebirge, Rhön, Taunus, Eifel, Westerwald u.v.m.) zu den ältesten Europas. Ihr Aussehen hat sich aufgrund der Kollision mehrerer kontinentaler Platten im Laufe der Jahrmillionen stark verändert: Zur Zeit des Devons, vor ca. 419–356 Millionen Jahren, war der Bereich des heutigen Mittelrheins vollständig von einem urzeitlichen Meer bedeckt. Zu dieser Zeit entstanden die Schieferformationen, deren Verwitterungsböden heute das Terroir der meisten Weinberge am Mittelrhein prägen. Im Karbon (356 bis 299 Mio. Jahre vor heute) schließt sich der Rheische Ozean und das variszische Gebirge wird aufgefaltet: die südlichen Appalachen in Nordamerika, die deutschen Mittelgebirge wie Schwarzwald, Harz und Rheinisches Schiefergebirge entstehen. Durch das Auffalten der Alpen bildete sich im Paläogen (66 bis 23 Mio. Jahre vor heute) der Oberrheingraben. Durch die Absenkung der sog. Rheinischen Masse wird der Hunsrück, Rheinhessen und der Rheingau wieder vom Meer überflutet. Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang die Grube Messel. Durch eine erneute Hebung des Oberrheingrabens wich das Meer vor ca. 26 Mio. Jahren wieder zurück. Im heutigen Rheinhessen/Rheingau herrschten tropische bis subtropische Bedingungen. Das Rheinische Schiefergebirge liegt vor ca. 25 Mio. Jahren erneut unter Wasser. Während dieser Zeit wurde Bernstein von den Flüssen ins Becken der südlichen Ostsee transportiert und in die Sedimente eingelagert. In Mitteldeutschland bildete sich Braunkohle. Im Neogen (23 bis 2,6 Mio Jahre vor heute) entwickelten sich die Mittelgebirge Rheinisches Schiefergebirge, nordhessisches Bergland, Harz, Rhön, Spessart, Odenwald, Schwarzwald und Vogesen aufgrund der tektonischen Erhebung weiter. Der Vulkanismus der Hocheifel erlosch vor 15 bis 20 Mio. Jahren. Vor 15 Mio. Jahren zog sich das Meer endgültig aus dem Mainzer Becken zurück.
 
Wir sehen, nahezu 5mal in der Erdgeschichte lag Rheinhessen am Meer – wahre Urlaubsregionen, vorausgesetzt, es hätte zu dieser Zeit Menschen gegeben. Die Namen Mainzer Becken und Germanisches Becken lassen auf die wasserumhüllte Gegend einst schließen. Abgestorbene Muscheln setzen sich ab, Zwischenräume schließen sich mit bereits anderen Ablagerungen/Sedimenten der Erdgeschichte – es entsteht bspw. Muschelkalk. Anders als bei Muschelkalk oder auch Kalkstein, so entsteht der Quarzsandstein durch hohen Druck. Erdspalten öffnen sich, der Quarz wird flüssig, fließt in die Fugen herein und bei Temperaturfall, wird der Quarz fest und es entstehen im Gestein kleine Quarzadern. So kann die Steinsprache kann anhand Farbe, Struktur und Beschaffenheit gelernt werden. Sie erzählen von ihrer Herkunft, ihrer Wanderung und lassen uns teilweise bis weit über 350 Millionen Jahre zurückblicken.
 
Die Steine nennt man im Fachgebiet Gesteine; denn Steine gibt es im Baumarkt. Steine findet man auch am Rhein: Tonscherben, Pflastersteine, im Weitesten Schuttablagerungen von Menschenhand. Unsere Gesteine heißen im Fachjargon Rheingerölle, denn im übertragenen Sinne hat der Rhein sie auf seinem Grund gerundet. Kieselstein darf nur jener helle Stein genannt werden, der aus Kieselsäure besteht. Das sind Quarze und sie gehören zu den häufigsten Funden in den Ablagerungen des Rheins. Sie bestimmen das Erscheinungsbild des Rheinufers: ob leuchtend weiß oder mit teils farbigen Maßerungen. Angeschwemmte Bergkristallgerölle/Quarze wurden früher zu Schmucksteinen geschliffen, da durch die Verunreinigung der Gewässer durch Motorschifföl, Ablagerungen oder Algen eine facettenreiche Lichtreflektion im Quarz deutlich wurde. Heute wird der Name Rheinkiesel fälschlicher Weise für eine buntschillernde Glasimmitation gebraucht, die in touristischen Gegenden am Rhein vertrieben wird.
 
Zum Glück ist der Rhein heute insofern sauber, als dass ich nicht auf die Idee kommen musste, die Steine zu schleifen und zu polieren! So haben die Gesteine bei der Herstellung der »Rheinkiesel-Ohrringe«, »Geröll-Manschetten« und »Gesteine-Clipse« ihre natürliche Form – gut gereinigt – beibehalten – paarweise ausgesucht sowie für die Herstellung der »Rheinkiesel-Ringe« besondere Exemplare gewählt.
 
Rheinkiesel-Ringe